Kultur

Am 14.05.2019 wurden unsere Kolumbus-Schüler der Klassenstufen 4 bis 6 mit einer Fahrt in den Tagebau Cottbus-Nord ausgezeichnet.

Von Schlichow aus ging es mit einem Mannschaftsbus direkt zum Südkap des künftigen Ostsees.

Dabei erwarben wir viele interessante Informationen zur Rekultivierung und zur Nachhaltigkeit des Restloches am Rande von Cottbus.

Von Andreas Kittlitz – Gruppenhelfer

Wer von uns kennt nicht diese Anfangsworte von vielen Märchen „Es war einmal“. Volksmärchen wurden zunächst über große Zeiträume hinweg mündlich überliefert. Die Brüder Grimm sammelten diese und hielten sie in ihren Kinder- und Hausmachermärchen schriftlich fest. Die Sammlung der Brüder umfasst neben Märchen aber auch anderes mündliches Erzählgut, wie zum Beispiel Sagen, Legenden oder Fabeln, die eine Fundgrube für den Deutsch-Unterricht sind. Das nutzten die Lehrer, Schüler und Mitarbeiter der Bücherei Sandow in einem gemeinsamen Projekt. Das Projekt wurde in der Bücherei Sandow feierlich in einer kleinen Galerie zum Abschluss gebracht. Bilder, Collagen und kleine Modelle zeigten Inhalte von Märchen der Gebrüder Grimm und von russischen Märchen, Sagen und Fabeln der Niederlausitz.

Unterstützt wurde das Projekt durch den sorbischen Liederpoeten Pittkunings. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Chor und das Schattentheater der Kolumbus-Grundschule. Der amtierende Schulleiter der Kolumbus-Grundschule und die Leiterin der Bücherei Sandow unterzeichneten am Ende einen Kooperationsvertrag, der eine engere Zusammenarbeit zwischen beiden Einrichtungen festlegt. Die Schüler, Lehrer und Gäste konnten sich noch an gesunden Snacks bedienen.

Wie waren nun die Aktivitäten und Eindrücke der Beteiligten von diesem Projekt:

Elke
Dreko – Leiterin der Bücherei Sandow

Unsere Bücherei stellte für
die Schüler und Lehrer die Literatur für dieses Projekt zur Verfügung. Zum
Auftakt lasen wir mit der Klasse 6b Fabeln und Sagen aus der Niederlausitz. Für
die beiden 5. Klassen vermittelten wir den sorbischen Liederpoeten Pittkunings.
In den Winterferien werden unsere Vereinsmitglieder Lesungen von Fabeln und
Sagen in der Kleinen Galerie geben. Eingeladen werden Kitas und Ferienkinder
aus Sandow. Ein weiteres  Angebot unseres
Vereins ist ein Spaziergang durch unsere Heimatstadt Cottbus unter dem Motto
„Auf den Spuren des Wassermanns“. Dabei entdecken wir sorbisch-wendische
Sagengestalten.

Kevin
Paul aus der Klasse 6c

Kurz vor Weihnachten hatten wir mit dem Schattentheater angefangen. Wir wollten das Märchen „Rapunzel“ aufführen. Zu Beginn mussten wir viele Figuren vorbereiten. Dazu brauchten wir viel Zeit. Einige Tage vor der Vorstellung fingen wir mit dem Üben des Spieles an. In diesen Prozess wurden 4 Gruppen von Schülern einbezogen. Wir brauchten viel Zeit zum Üben. Am Tag der Veranstaltung bauten wir unsere Bühne auf. Frau Thonig hat uns immer geholfen. Bei der Vorstellung waren alle sehr aufgeregt. Danach waren alle erleichtert. Wir würden so ein Schattenspiel gerne noch einmal aufführen.

Elina
Regel aus der Klasse 5a

Zu uns kam ein Liedersänger. Er hat Sagen erzählt und Lieder vorgesungen. Sein Name war Pittkunings. Die Kleidung von ihm war etwas außergewöhnlich. Auf dem Kopf trug er eine Baskenmütze. Wir haben mit ihm das Lied über die Bremer Stadtmusikanten und noch weitere Lieder gesungen, die er mit seiner Gitarre begleidete. Ich fand ihn recht lustig. Er wusste ganz viel über Sagen zu erzählen.

Lea
Schreck aus der Klasse 5a

Der Liederpoet Pittkunings
hat uns viele sorbische Lieder vorgesungen. Es klang sehr interessant und
lustig. Pittkunings hatte eine Mütze auf, die wie die Franzosen tragen. Er hat aus
seinem Leben erzählt und mit uns sorbisch geredet.

Botho Schubert, AG-Leiter Schreibende Schüler

Ich kann mich noch gut an meine Besuche im Zirkus als Kind und später als Erwachsener erinnern. Es lag eine exotische und spannende Atmosphäre im Zirkuszelt, die alle begeisterten. Die fremden Tiere, die Akrobaten und die Clowns zogen die Besucher in ihren Bann. Vor Kurzem war ich wieder im Zirkus. Es war eine andere Art von Zirkus, weil die Akteure Schülerinnen und Schüler der Kolumbus-Grundschule in Cottbus Sandow waren. Im 1. Ostdeutschen Projektcircus von Andre Sperlich bereitete seine Zirkusfamilie die Schüler auf ihre Auftritte in der Akrobatik, Clownerie, dem Feuer und Fakir, dem Jonglieren, Seiltanz, Taubendressuren und der Zauberei vor.

Zelt Projektcircus

Dazu sagte mir der Projektleiter Herr Bogacz:

„Alle Schülerinnen und Schüler unserer Christoph-Kolumbus-Grundschule beteiligten sich an der Zirkus-Projektwoche und trainierten an vier Tagen in zwei Gruppen und jeweils zehn verschiedenen Darbietungen. Dabei ging es neben den artistischen Leistungen um die soziale Komponente, dass ältere und jüngere, gesunde und behinderte sowie deutsche und ausländische Kinder gemeinsam trainierten. Dass dies zu einem Riesenerfolg wurde bestätigten die insgesamt vier Vorstellungen vor vollem Haus. Eltern, Großeltern, Geschwister, Tanten und Onkels sowie viele Anwohner unseres Stadtteils Sandow waren beeindruckt, was in der Kürze der Zeit ihre Kinder auf die Beine stellen konnten. Der langanhaltende Applaus bewies das. Der Dank aller Kinder gebührt den Artisten des Projektcircusses und den Lehrerinnen und Lehrern sowie allen Helfern bis hin zu den Eltern. Bis spät abends halfen sie noch, das Zirkuszelt abzubauen.“

Zeltabbau


Stimmen von Lehrern und Schülern zum Projekt:

Einheitlicher Tenor zum Zirkusprojekt: Es war einfach toll, cool und schön!

Finn aus der Klasse 4b:

„Ich fand besonders toll die zwei Auftritte und ich hab einen Minifehler gehabt. Aber das war gar nicht schlimm.“

Lilly Marie aus der Klasse 4b:

„Alles war toll. Ich möchte es gerne noch mal machen. Danke Zirkus Andre Sperlich, dass wir zeigen konnten was wir können. Ihr habt aus uns richtige Artisten gemacht.“

Herr Schmidtke, Klassenlehrer :

„ Ich war sehr überrascht, wie in kurzer Zeit so viel erreicht wurde. Auswendig lernen, trainieren, und proben. Toll fand ich den Zusammenhalt der Schüler unterschiedlicher Klassenstufen, das gegenseitige Achten untereinander und das gemeinsame Lachen. Das Schönste war das Strahlen der Kinder bei den Vorstellungen und wie stolz viele Eltern waren.“

Erik Klasse 4b:

„Ich finde das Zirkusprojekt war eine schöne Erfahrung. Es war einfach schön, dass von der 1. bis 6. Klasse in jeder Gruppe ein richtig gutes Team entstanden ist.“

Corina aus der Klasse 4a:

„Es war sehr spannend. Alles was wir geübt haben war schwierig. Manche hatten Angst, dass sie es nicht schaffen. Aber es ging am Ende alles gut und sie waren dann stolz auf sich.“

Viele Schüler lobten die gute Stimmung in den Vorstellungen, die Beleuchtung und das Zirkuslied.

Im Zirkuszelt

Botho Schubert

Auch in diesem Jahr erlebten wir wieder sehr interessante und abwechslungsreiche Projekttage vor den Weihnachtsferien. Die 5. und 6.Klassen organisierten viele Stationen, an denen die jüngeren Kinder Weihnachtsschmuck und kleine Geschenke basteln konnten. Es wurden Theaterstücke vorgeführt und viele gemeinsame Spiele durchgeführt. Auch im Stadtmuseum, auf dem Weihnachtsmarkt und im Niedersorbischen Gymnasium waren Klassen unterwegs. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Mit dem Schulneubau im Jahre 1967 entstand die 13. Polytechnische Oberschule in Cottbus Sandow. Zwei  Jahre später wurde sie in die Ernst-Thälmann-Oberschule umbenannt. 1990 erhielt sie den Namen „7. Grundschule“. Ihren heutigen Namen „Christoph-Kolumbus-Grundschule“ bekam die Schule im Juni 2004.

Wir schreiben das Jahr 2017. Inzwischen sind seit Erbauung der Schule fünfzig Jahre vergangen. Zwei Generationen von Kindern haben die Schule absolviert und ihren weiteren Weg ins Leben gefunden. Dieser Tag ist ein würdiger Anlass ehemalige Lehrerinnen und Lehrer zu einem Kaffeeplausch und einer Schulführung einzuladen.

Im Anschluss gestalteten die Schülerinnen und Schüler mit einer Talente-Show in der Turnhalle eine schwungvolle Feierstunde. Zu Beginn nahm Heike Bromm, die Rektorin der Schule, die Gäste auf eine Zeitreise der 50-jährigen Schule mit. Viele von ihnen waren selbst einmal Schüler der Einrichtung. Dann gab Kolumbus die Bühne frei für vielfältige musikalische und akrobatische Leistungen, die den Anwesenden ungeheuren Spaß bereiteten.

Pressemitteilung:

Botho Schubert