Kultur

Der Schulleiter, Enrico Schmidtke, begrüßte am Morgen alle Gäste, Lehrer und Schüler auf dem Schulhof. Nach der Vorstellung der Gäste wünschte er den Anwesenden einen interessanten Tag und zeichnete die Sieger und Beteiligten des Lesewettbewerbes der Schule vom Vortag aus. Es folgte die Eröffnung der gemeinsamen Veranstaltung von Schule und Bücherei.

 

Dann ging es in die Klassenräume. Nun begann ein vielfältiges Programm. Es ging von Buchlesungen über den Reisebericht von Christoph Kolumbus bis hin zur Gestaltung eigener Texte und Bildgestaltungen.

 

Sogar Schiffchen aus Nussschalen wurden gebastelt . In den Pausen sorgte DJ Roland für eine ausgelassene Stimmung unter den Schülern. Am Nachmittag wurde die Buchlesung in der Sandower Bücherei fortgesetzt. Untermalt wurde die Veranstaltung mit musikalischen und künstlerischen Höhepunkten.

Einige Eindrücke aus den Reihen der Schüler:

Elina Regel – Klasse 6a

„In der dritten und vierten Stunde haben wir ein eigenes Gedicht geschrieben. Es war gar nicht so leicht. Zum Schluss hatten wir echt tolle Gedichte. Das war eine schöne Veranstaltung. Leider war sie schon nach der vierten Stunde zu Ende. Es war ein toller Tag.“

Chiara Kissel – Klasse 5b

 

Sie fand die Buchlesungen interessanter, wo die Schüler mit einbezogen wurden, als nur zuhören zu müssen und ruhig zu sitzen.

 Lea Schreck – Klasse 6a

 

Für Lea war es das erste Literaturfest, was sie schön fand. Doch gleichzeitig war es auch ihr letztes Fest an der Schule, weil sie an eine andere Schule geht.

Aus Anlass des bundesweiten Vorlesetages am 15.11.2019 findet an der Christoph-Kolumbus-Grundschule Cottbus gemeinsam mit der Stadtteilbibliothek Sandow das Literaturfest statt.

Unsere Schule beteiligt sich an der bundesweiten Aktion, weil wir als Lehrer und Eltern das Lesen der Kinder und die kritische Auseinandersetzung mit Literatur fördern und zu eigenen kreativen Texten und Versen anregen wollen. Im Rahmen eines schulinternen Projekttages werden Vorleser aus mehreren Bundesländern und aus Cottbus Buchlesungen halten. So wird unter anderem Mirjam Jasmin Strube (Braunschweig) ihr Kinderbuch „Das kleine Buch über den großen MUT und wo man ihn findet“, das erst in diesem Jahr erschien, vorstellen. Altersgerecht werden Elfchen sowie Bild- und Kurzgeschichten durch die Kinder verfasst.

Der Nachmittag (öffentlich) ist den Erwachsenen in Zusammenarbeit mit der Bücherei Sandow vorbehalten. Gäste sind um 14 Uhr Michael Becker (Cottbus) mit Texten von Brecht und Strittmatter und um 16 Uhr Cornelia Dürkhauser (Dresden) mit der Buchlesung „Der Himmel ist hier anders blau“. Als Autorin berichtet die Ärztin in ihrem Buch über ihre Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe. Zwischenzeitlich unterhält NaYa (Cottbus) das Publikum mit ihren Songs. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Ab dem Schuljahr 2019/20 ist die Christoph-Kolumbus-Grundschule die neue Patenschule des Philharmonischen Orchesters.

Wir werden vor allem im Musikunterricht eng mit dem Orchester zusammenarbeiten. Musiker kommen in den Unterricht und stellen ihre Instrumente vor. Die Patenschule hat zudem die Möglichkeit an den Proben des Orchesters teilzunehmen. Die Teilnahme an der Premierenaufführung eines Kinderstücks ist sicherlich nur einer von vielen Höhepunkten der intensiven Zusammenarbeit mit dem Staatstheater.

Fotos: Patricia Malinka (Freiwillige im Sozialen Jahr Kultur)

Die Fotos zeigen unseren Schulleiter Herrn Bogacz, unsere Musiklehrerin Frau Zacke und den kommissarischen Generalmusikdirektor Alexander Merzyn bei der Unterzeichnung des Vertrags.

Am 14.05.2019 wurden unsere Kolumbus-Schüler der Klassenstufen 4 bis 6 mit einer Fahrt in den Tagebau Cottbus-Nord ausgezeichnet.

Von Schlichow aus ging es mit einem Mannschaftsbus direkt zum Südkap des künftigen Ostsees.

Dabei erwarben wir viele interessante Informationen zur Rekultivierung und zur Nachhaltigkeit des Restloches am Rande von Cottbus.

Von Andreas Kittlitz – Gruppenhelfer

Wer von uns kennt nicht diese Anfangsworte von vielen Märchen „Es war einmal“. Volksmärchen wurden zunächst über große Zeiträume hinweg mündlich überliefert. Die Brüder Grimm sammelten diese und hielten sie in ihren Kinder- und Hausmachermärchen schriftlich fest. Die Sammlung der Brüder umfasst neben Märchen aber auch anderes mündliches Erzählgut, wie zum Beispiel Sagen, Legenden oder Fabeln, die eine Fundgrube für den Deutsch-Unterricht sind. Das nutzten die Lehrer, Schüler und Mitarbeiter der Bücherei Sandow in einem gemeinsamen Projekt. Das Projekt wurde in der Bücherei Sandow feierlich in einer kleinen Galerie zum Abschluss gebracht. Bilder, Collagen und kleine Modelle zeigten Inhalte von Märchen der Gebrüder Grimm und von russischen Märchen, Sagen und Fabeln der Niederlausitz.

Unterstützt wurde das Projekt durch den sorbischen Liederpoeten Pittkunings. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Chor und das Schattentheater der Kolumbus-Grundschule. Der amtierende Schulleiter der Kolumbus-Grundschule und die Leiterin der Bücherei Sandow unterzeichneten am Ende einen Kooperationsvertrag, der eine engere Zusammenarbeit zwischen beiden Einrichtungen festlegt. Die Schüler, Lehrer und Gäste konnten sich noch an gesunden Snacks bedienen.

Wie waren nun die Aktivitäten und Eindrücke der Beteiligten von diesem Projekt:

Elke
Dreko – Leiterin der Bücherei Sandow

Unsere Bücherei stellte für
die Schüler und Lehrer die Literatur für dieses Projekt zur Verfügung. Zum
Auftakt lasen wir mit der Klasse 6b Fabeln und Sagen aus der Niederlausitz. Für
die beiden 5. Klassen vermittelten wir den sorbischen Liederpoeten Pittkunings.
In den Winterferien werden unsere Vereinsmitglieder Lesungen von Fabeln und
Sagen in der Kleinen Galerie geben. Eingeladen werden Kitas und Ferienkinder
aus Sandow. Ein weiteres  Angebot unseres
Vereins ist ein Spaziergang durch unsere Heimatstadt Cottbus unter dem Motto
„Auf den Spuren des Wassermanns“. Dabei entdecken wir sorbisch-wendische
Sagengestalten.

Kevin
Paul aus der Klasse 6c

Kurz vor Weihnachten hatten wir mit dem Schattentheater angefangen. Wir wollten das Märchen „Rapunzel“ aufführen. Zu Beginn mussten wir viele Figuren vorbereiten. Dazu brauchten wir viel Zeit. Einige Tage vor der Vorstellung fingen wir mit dem Üben des Spieles an. In diesen Prozess wurden 4 Gruppen von Schülern einbezogen. Wir brauchten viel Zeit zum Üben. Am Tag der Veranstaltung bauten wir unsere Bühne auf. Frau Thonig hat uns immer geholfen. Bei der Vorstellung waren alle sehr aufgeregt. Danach waren alle erleichtert. Wir würden so ein Schattenspiel gerne noch einmal aufführen.

Elina
Regel aus der Klasse 5a

Zu uns kam ein Liedersänger. Er hat Sagen erzählt und Lieder vorgesungen. Sein Name war Pittkunings. Die Kleidung von ihm war etwas außergewöhnlich. Auf dem Kopf trug er eine Baskenmütze. Wir haben mit ihm das Lied über die Bremer Stadtmusikanten und noch weitere Lieder gesungen, die er mit seiner Gitarre begleidete. Ich fand ihn recht lustig. Er wusste ganz viel über Sagen zu erzählen.

Lea
Schreck aus der Klasse 5a

Der Liederpoet Pittkunings
hat uns viele sorbische Lieder vorgesungen. Es klang sehr interessant und
lustig. Pittkunings hatte eine Mütze auf, die wie die Franzosen tragen. Er hat aus
seinem Leben erzählt und mit uns sorbisch geredet.

Botho Schubert, AG-Leiter Schreibende Schüler

Ich kann mich noch gut an meine Besuche im Zirkus als Kind und später als Erwachsener erinnern. Es lag eine exotische und spannende Atmosphäre im Zirkuszelt, die alle begeisterten. Die fremden Tiere, die Akrobaten und die Clowns zogen die Besucher in ihren Bann. Vor Kurzem war ich wieder im Zirkus. Es war eine andere Art von Zirkus, weil die Akteure Schülerinnen und Schüler der Kolumbus-Grundschule in Cottbus Sandow waren. Im 1. Ostdeutschen Projektcircus von Andre Sperlich bereitete seine Zirkusfamilie die Schüler auf ihre Auftritte in der Akrobatik, Clownerie, dem Feuer und Fakir, dem Jonglieren, Seiltanz, Taubendressuren und der Zauberei vor.

Zelt Projektcircus

Dazu sagte mir der Projektleiter Herr Bogacz:

„Alle Schülerinnen und Schüler unserer Christoph-Kolumbus-Grundschule beteiligten sich an der Zirkus-Projektwoche und trainierten an vier Tagen in zwei Gruppen und jeweils zehn verschiedenen Darbietungen. Dabei ging es neben den artistischen Leistungen um die soziale Komponente, dass ältere und jüngere, gesunde und behinderte sowie deutsche und ausländische Kinder gemeinsam trainierten. Dass dies zu einem Riesenerfolg wurde bestätigten die insgesamt vier Vorstellungen vor vollem Haus. Eltern, Großeltern, Geschwister, Tanten und Onkels sowie viele Anwohner unseres Stadtteils Sandow waren beeindruckt, was in der Kürze der Zeit ihre Kinder auf die Beine stellen konnten. Der langanhaltende Applaus bewies das. Der Dank aller Kinder gebührt den Artisten des Projektcircusses und den Lehrerinnen und Lehrern sowie allen Helfern bis hin zu den Eltern. Bis spät abends halfen sie noch, das Zirkuszelt abzubauen.“

Zeltabbau


Stimmen von Lehrern und Schülern zum Projekt:

Einheitlicher Tenor zum Zirkusprojekt: Es war einfach toll, cool und schön!

Finn aus der Klasse 4b:

„Ich fand besonders toll die zwei Auftritte und ich hab einen Minifehler gehabt. Aber das war gar nicht schlimm.“

Lilly Marie aus der Klasse 4b:

„Alles war toll. Ich möchte es gerne noch mal machen. Danke Zirkus Andre Sperlich, dass wir zeigen konnten was wir können. Ihr habt aus uns richtige Artisten gemacht.“

Herr Schmidtke, Klassenlehrer :

„ Ich war sehr überrascht, wie in kurzer Zeit so viel erreicht wurde. Auswendig lernen, trainieren, und proben. Toll fand ich den Zusammenhalt der Schüler unterschiedlicher Klassenstufen, das gegenseitige Achten untereinander und das gemeinsame Lachen. Das Schönste war das Strahlen der Kinder bei den Vorstellungen und wie stolz viele Eltern waren.“

Erik Klasse 4b:

„Ich finde das Zirkusprojekt war eine schöne Erfahrung. Es war einfach schön, dass von der 1. bis 6. Klasse in jeder Gruppe ein richtig gutes Team entstanden ist.“

Corina aus der Klasse 4a:

„Es war sehr spannend. Alles was wir geübt haben war schwierig. Manche hatten Angst, dass sie es nicht schaffen. Aber es ging am Ende alles gut und sie waren dann stolz auf sich.“

Viele Schüler lobten die gute Stimmung in den Vorstellungen, die Beleuchtung und das Zirkuslied.

Im Zirkuszelt

Botho Schubert

Auch in diesem Jahr erlebten wir wieder sehr interessante und abwechslungsreiche Projekttage vor den Weihnachtsferien. Die 5. und 6.Klassen organisierten viele Stationen, an denen die jüngeren Kinder Weihnachtsschmuck und kleine Geschenke basteln konnten. Es wurden Theaterstücke vorgeführt und viele gemeinsame Spiele durchgeführt. Auch im Stadtmuseum, auf dem Weihnachtsmarkt und im Niedersorbischen Gymnasium waren Klassen unterwegs. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!